ATMOS
Batteriebetriebene E-Paper-Wetterstation mit Wi-Fi-Einrichtung über Captive Portal.
Wichtig vor dem Start
Für die erste Einrichtung oder spätere Konfigurationsänderungen sollte die Station am Netzteil hängen. Die Einrichtung öffnet sich nach einem Neustart nur bei einem Akkustand über 50 %. Bei niedrigem Akkustand geht das Gerät in Deep Sleep und die Konfiguration ist eventuell nicht erreichbar.
Inhalt
1. Einführung
ATMOS zeigt die Wettervorhersage an und kombiniert sie mit Innenraumwerten für Temperatur, Feuchte und Luftdruck aus dem integrierten BME280-Sensor. Nach der Einrichtung arbeitet das Gerät autonom: aufwachen, Daten laden, E-Paper aktualisieren, wieder schlafen.
Unterstützte Sprachen sind English, Deutsch, Čeština, Polski, Slovenčina und Français.
2. Erster Start
- Nach dem Einschalten erscheint der ATMOS-Startbildschirm.
- Wenn noch kein Heim-Wi-Fi gespeichert ist, erzeugt das Gerät einen eigenen Hotspot.
- Auf dem Display sehen Sie einen Hinweis und den QR-Code für das Netz ATMOS-XXXXXXXXXXXX.
- Sobald sich ein Gerät verbindet, ist die Konfigurationsseite unter 192.168.4.1 erreichbar.
3. Wi-Fi- und Standort-Einrichtung
Füllen Sie im Webinterface diese Felder aus:
| Feld | Bedeutung |
|---|---|
| Language | Sprache des Webinterfaces und der Anzeige auf dem Gerät. |
| Wi-Fi network + password | Ihr Heimnetzwerk für jede geplante Aktualisierung. |
| Location | Stadt, Ortsname oder vollständige Adresse für die Wettervorhersage, zum Beispiel Berlin oder Wien. Mit Suchen zeigen Sie passende Orte an und bestätigen die genaue Lage — bei kleinen Orten hilft die Postleitzahl. |
| Timezone | Lokale Zeitzone für Uhrzeit, Sonnenzeiten und Aktualisierungsplan. |
| Nachtmodus | Optional. Wenn aktiv, verbindet sich die Station im Nachtfenster (Standard 22:00–05:00) nicht mit dem WLAN und zeigt die zwischengespeicherte Vorhersage. RESET verbindet immer normal. Praktisch, wenn Sie nachts den Router ausschalten. |
Koordinaten oder Höhe müssen Sie nicht selbst eintragen — die Firmware ergänzt diese Daten automatisch nach dem Speichern. Weicht der angezeigte Druck von Ihrem Barometer oder einer lokalen Station ab, können Sie im Feld Höhenlage die genaue Höhe Ihres Standorts manuell eingeben (Druck-Kalibrierung). Leeren Sie das Feld, um zur automatischen Höhe zurückzukehren.
Nach dem Absenden speichert ESP32 die Konfiguration intern, verbindet sich mit Ihrem Wi-Fi und lädt Wetterdaten.
4. Externe Thermometer (Bluetooth)
Statt der Vorhersagetemperatur kann die Station Messwerte von bis zu 4 externen Funk-Thermometern mit dem BTHome-Standard anzeigen. Getestet haben wir ausschließlich den Sensor Shelly BLU H&T — andere BTHome-Sensoren können funktionieren, wir können es jedoch nicht garantieren.
Sensor aktivieren
Ziehen Sie nach dem Auspacken die Kunststoff-Isolierlasche aus dem Batteriefach (sie trennt die Batterie während des Transports). Damit wird der Sensor aktiviert und beginnt zu senden.
Kopplung mit der Station
- Öffnen Sie das Konfigurationsportal der Station (RESET drücken; nach dem Bildaufbau erscheint ein Fenster mit der Portaladresse).
- Drücken Sie im Abschnitt Externe Thermometer auf Suchen. Die Suche läuft etwa eine Minute — der Sensor sendet ungefähr alle 60 Sekunden, etwas Geduld.
- Tippen Sie auf den gefundenen Sensor in der Liste (erkennbar an der aktuell gemessenen Temperatur). Bis zu 4 Sensoren können hinzugefügt werden.
- Passen Sie den Namen an (z. B. „Draußen", max. 15 Zeichen) — er wird auf dem Display neben dem Wert angezeigt.
- Speichern. Die Station startet neu und zeigt die Sensortemperaturen an.
Einen Sensor entfernen Sie über das Kreuz neben seiner Zeile im Portal. Wird ein Sensor nicht empfangen (leere Batterie, außer Reichweite), zeigt er --; die übrigen Sensoren arbeiten weiter.
5. Anzeigeübersicht
Das Display ist in mehrere horizontale Blöcke unterteilt, die von oben nach unten angeordnet sind:
Kopfzeile (schwarzer Balken)
- Tageszahl — große Ziffer links.
- Wochentag — vollständiger Name (z. B. Montag) über einer gestrichelten Linie.
- Monat und Jahr — unter der gestrichelten Linie.
- Namenstag — rechts unter der gestrichelten Linie.
- Standort — Ortsname oben rechts. Die Zahl in Klammern (z. B. 650 m) ist die Höhenlage Ihres Standorts — die Station nutzt sie zur Umrechnung des Luftdrucks auf Meereshöhe.
- Statusanzeigen — rechte obere Ecke: letzte Aktualisierung, Intervall bis zur nächsten Aktualisierung, Wi-Fi-Signalstärke (gefüllte Balken) und Batteriestand.
Aktuelles Wetter (Hauptbereich)
- Wettericon — großes Symbol links, bei Regen/Schnee in Rot.
- Temperatur — große Zahl mit °C rechts, bei Minusgraden in Rot. Der kleinere Prozentwert unter der °C-Einheit ist die aktuelle Außenluftfeuchtigkeit — aus der Vorhersage oder von Ihrem externen Sensor, falls einer gekoppelt ist.
- Wetterbeschreibung — Text unter dem Icon zentriert.
- Gefühlte Temperatur — rechts in derselben Zeile.
- Wind — unten links: Richtungspfeil und Geschwindigkeit in km/h.
- Sonne / Mond — unten rechts: tagsüber Sonnenaufgang und -untergang mit Symbolen; nachts Mondphasen-Symbol, Phasenname und Beleuchtungsgrad in Prozent.
Hinweiszeile (schwarzer Balken)
- Zweizeiliger Wettertipp basierend auf den aktuellen Bedingungen (z. B. „Regenschirm mitnehmen" oder „Perfektes Wetter für einen Spaziergang"). Die Zeilen sind durch eine gestrichelte Linie getrennt.
- Wetterwarnung — wenn für Ihren Standort eine offizielle Warnung des nationalen Wetterdienstes gilt (Meteoalarm-System, ab Warnstufe Gelb), wird der schwarze Balken automatisch durch einen roten Balken mit Warndreieck, dem Namen der Warnung und einer kurzen Beschreibung ersetzt. Nach Ablauf der Warnung erscheint wieder der übliche Hinweis. Warnungen sind in Tschechien, der Slowakei, Deutschland, Österreich, Polen und Frankreich verfügbar.
Stundengrafik / Wetterradar
- Stundengrafik — 24-Stunden-Temperaturkurve (schwarz) mit Niederschlagsbalken (rot). Linke Achse zeigt Temperatur in °C, rechte Achse Niederschlag in mm (nur sichtbar, wenn Niederschlag vorhergesagt ist). Minima und Maxima sind mit Tooltips mit Wert und Uhrzeit hervorgehoben. Zeitangaben auf der unteren Achse.
- Wetterradar — wenn in den nächsten ~3 Stunden Niederschlag vorhergesagt wird, wird die Grafik automatisch durch eine Live-Radarkarte ersetzt. Mit anderen Worten: sobald das Radar erscheint, regnet es innerhalb von 3 Stunden an Ihrem Standort. Die Karte zeigt Ihren Standort in der Mitte mit einem roten Punkt, Staats- und Regionalgrenzen, Städtenamen und Niederschlagsintensität in Rot (dünner = leichter Regen, dichter = starker Regen). Das Radar kann in den Einstellungen vollständig ausgeschaltet werden (Option „Regenradar“) — dann wird immer die Stundengrafik angezeigt.
- Zugrichtungspfeil des Niederschlags — in der oberen rechten Ecke der Radarkarte kann ein kleines weißes Feld mit einem schwarzen Pfeil und einer Geschwindigkeit in km/h erscheinen. Der Pfeil zeigt, wohin sich das Niederschlagsgebiet verlagert, und die Zahl, wie schnell. Die Station berechnet ihn selbst durch Vergleich zweier aufeinanderfolgender Radarbilder (des aktuellen und des vom letzten Aufwachen) — er beruht auf der tatsächlichen Bewegung auf dem Radar, nicht auf der Vorhersage. Er erscheint nur, wenn beide Bilder vorliegen und nicht älter als etwa 45 Minuten sind, genügend Niederschlag auf dem Radar ist und sich das Gebiet deutlich und gleichmäßig in eine Richtung verlagert. Bleibt der Niederschlag praktisch an Ort und Stelle, bildet er sich nur örtlich oder schwächt sich ab, oder liegt nur ein einziges Bild vor (zum Beispiel nach einer längeren Trockenpause), wird der Pfeil nicht angezeigt.
- Regen-Fußzeile — in der unteren linken Ecke der Radarkarte zeigt ein weißes Feld einen roten Tropfen und den nächsten Niederschlagszeitraum, zum Beispiel „13:00–13:45 2 mm, leicht“. Es zeigt, von wann bis wann durchgehender Regen erwartet wird, wie viel insgesamt fällt (in mm) und wie stark er ist (leicht / mäßig / stark). Die Zeiten stammen aus der Vorhersage im 15-Minuten-Raster, sodass Sie die genaue Regenzeit auch auf dem Radar sehen, wo es keine Temperaturgrafik gibt.
5-Tage-Vorhersage
- Fünf Spalten, eine pro Tag. Jede Spalte zeigt: Tagesabkürzung (Sonntag in Rot), Wettericon, Höchsttemperatur (groß), Tiefsttemperatur (kleiner) und °C-Einheit. Spalten sind durch gestrichelte Linien getrennt.
- Die heutige Spalte ist farblich invertiert (weiß auf schwarz) mit einem roten Streifen am unteren Rand.
- Bei Regenerwartung erscheint ein rotes Badge mit der Wahrscheinlichkeit neben dem Wettericon.
Innensensoren (bei angeschlossenem BME280)
- Drei Spalten: Innentemperatur (°C mit Trendpfeil und Änderung), Luftfeuchte (% mit Komfortbewertung und Taupunkt), Luftdruck (hPa mit Zustand und Trend).
- Trendwerte werden bei Änderung rot angezeigt, bei Stabilität schwarz.
6. Normaler Betrieb
- Tagsüber aktualisiert ATMOS jede volle Stunde.
- Wenn Niederschlag vorhergesagt wird, verkürzt sich das Intervall auf 15 Minuten, damit die Radarkarte aktuell bleibt.
- Nachts werden längere Intervalle genutzt, um Energie zu sparen.
- Nach jeder Aktualisierung zeichnet das Gerät das E-Paper neu und geht in Deep Sleep.
- Wenn Wi-Fi kurzzeitig fehlt, kann der letzte Cache angezeigt und nach 5 Minuten erneut versucht werden.
- Nach fünf fehlgeschlagenen Wi-Fi-Versuchen kehrt das Gerät in den Setup-Modus zurück.
- Bei aktiviertem Nachtmodus verbindet sich die Station während der eingestellten Nachtstunden nicht mit dem WLAN — sie zeigt die zwischengespeicherte Vorhersage und spart Strom. Ein RESET führt immer einen vollständigen Verbindungsaufbau durch.
7. Einstellungen später ändern
- Drücken Sie die RESET-Taste.
- Die Station startet neu, aktualisiert Daten und öffnet kurzzeitig die Service-Weboberfläche.
- Auf dem Display sehen Sie den eigenen Hotspot sowie die lokale IP im Heimnetz.
- Verbinden Sie sich mit dem ATMOS-Hotspot oder öffnen Sie die angezeigte lokale IP im Browser.
Die temporäre Service-Oberfläche bleibt ungefähr 5 Minuten aktiv.
8. Werksreset
Die Firmware nutzt eine bestätigte Reset-Sequenz, damit Einstellungen nicht versehentlich gelöscht werden.
- RESET einmal drücken.
- Während des Startbildschirms, ungefähr innerhalb der nächsten 5 Sekunden, RESET erneut drücken.
- Beim folgenden Start werden gespeicherte Einstellungen und der lokale Cache gelöscht.
9. Akku und Stromversorgung
- Der Akkustand wird intern über ADC gemessen und in Prozent angezeigt.
- Bei niedrigem Akkustand fordert die Station zum Anschließen des Ladegeräts auf.
- Unter ungefähr 10 % geht das Gerät schlafen, um Akku und Stabilität zu schützen.
- Für Ersteinrichtung, längere Servicearbeiten oder Entwicklung bitte externe Stromversorgung nutzen.
10. Firmware und Service
Firmware-Updates erfolgen automatisch. Drücken Sie einfach die RESET-Taste — beim Start verbindet sich die Station mit dem WLAN, prüft selbst, ob eine neuere Firmware verfügbar ist, und installiert sie gegebenenfalls.
Updates laufen nur bei ausreichend geladenem Akku (über 50 %). Schließen Sie zur Sicherheit vor dem Update das Ladegerät an.
11. Fehlerbehebung
| Problem | Maßnahme |
|---|---|
| ATMOS-Hotspot ist nicht sichtbar | Netzteil anschließen und RESET drücken. Bei zu niedrigem Akkustand bleibt das Gerät eventuell im Schlafmodus. |
| Alte Daten bleiben auf dem Display | Wi-Fi und Standort prüfen. Ohne Internet kann vorübergehend der Cache angezeigt werden. |
| Druck oder Vorhersage wirken falsch | Konfigurierten Standort prüfen. Die Höhe wird automatisch aus dem Ort abgeleitet; im Portal können Sie sie auch manuell eingeben und den Druck so kalibrieren. |
| Ich möchte alles löschen | Werksreset mit der oben beschriebenen Doppel-RESET-Sequenz ausführen. |
12. Technische Daten
- MCU: ESP32, 16 MB Flash
- Display: 7.5" BWR 800x480 physisch, gedreht auf 480x800 Hochformat; optional 10.2" 960x640
- Sensoren: BME280 für Innenraumtemperatur, Feuchte und Luftdruck
- Wetterradar: RainViewer (öffentliche API), wird automatisch bei Niederschlagsvorhersage angezeigt; Vektorkarte mit Staats- und Regionalgrenzen
- Standort: automatische Ermittlung von Koordinaten und Höhe aus dem eingegebenen Ortsnamen oder der Adresse
- Lokaler Cache: LittleFS
- Sprachen: EN, DE, CS, PL, SK, FR
13. Netatmo-Integration
ATMOS kann Daten von Ihrer Netatmo-Wetterstation bzw. deren Modulen abrufen und zusammen mit Bluetooth-Sensoren auf dem Display anzeigen — insgesamt bis zu 4 externe Sensoren.
Konto verbinden
- Schließen Sie zuerst die WLAN-Einrichtung ab (Kapitel 3) — die Verbindung erfordert eine aktive Internetverbindung der Station.
- Öffnen Sie http://atmos.local in einem Browser auf einem Gerät im selben Heim-WLAN. Funktioniert auf iPhone, iPad, Mac und Windows — Android kann atmos.local nicht öffnen, verwenden Sie daher ein anderes Gerät.
- Klicken Sie im Bereich Netatmo auf Mit Netatmo verbinden und melden Sie sich mit Ihrem Netatmo-Konto an.
- Nach der Anmeldung wird die Liste Ihrer Module geladen — wählen Sie aus, welche auf dem Display angezeigt werden sollen.
- Speichern. Die ausgewählten Sensoren werden danach bei jedem Aufwachen der Station zusammen mit der Vorhersage aktualisiert.
Netatmo-Sensoren teilen sich die 4 Plätze mit Bluetooth-Sensoren — insgesamt können höchstens 4 externe Werte gleichzeitig angezeigt werden. Das Konto kann jederzeit über die Schaltfläche Netatmo trennen im Portal getrennt werden.
Netatmo ist eine eingetragene Marke der Netatmo S.A. ATMOS steht in keiner Verbindung zu Netatmo und wird nicht von Netatmo unterstützt; das Logo dient ausschließlich der Kennzeichnung der Kompatibilität.
